Glossar

Das Glossar dient zum Nachschlagen und Durchstöbern von Begriffen, die im Bereich der Fotografie oft verwendet werden. Die analoge Fotografie und digitale Verfahren haben einen eigenen Wortschatz, der zunächst verstanden und erworben werden muss. Das Glossar bietet einen Grundstock an Begriffen an, damit Du Dich mit der fotografischen Sprache vertraut machen kannst.

16-mm-Film

Ein Kinofilmformat, auch Schmalfilmformat genannt, das sich auf die schmale 16-mm-Breite des Filmstreifens bezieht. Im Gegensatz zum üblichen 35-mm-Kinoformat weist das Bild eine gröbere Körnung auf. Da die technische Ausrüstung beim 16-mm-Film leicht ist, ist sie besonders bei Amateur_innen beliebt.

4chan

4chan ist ein 2003 gegründetes Online-Bildforum, auf dem Bilder bzw. Memes, aber auch Text und audiovisuelle Inhalte anonym gepostet, kommentiert und diskutiert werden können. Aufgrund der Anonymität der Seite verbreiteten sich dort rasch anstössige und gewalttätige Inhalte, sowie rassistische und frauenfeindliche Aussagen. Sie gilt daher auch als Wiege der Hackaktivist_innen Anonymous und der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung.

Abzug

Sammelbegriff für eine Kontaktkopie oder eine Vergrösserung. Auch gängig ist die englische Bezeichnung ‹Print› für Druck oder Abzug. Man meint damit das Positiv, das von einem Negativ abgezogen wurde. Abzüge sind positive Kopien von Negativen.

Additives Verfahren

Verfahren, das auf den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau gründet. Die Mischung von Rot und Grün ergibt Gelb, während die Mischung Grün und Blau Cyan sowie die Mischung Rot und Blau Magenta ergibt. Wenn alle drei Farben überlagert werden, ergeben sie Weiss. Das Wort ‹additiv› bedeutet hinzufügen. Fernsehgeräte, Monitore und das Farbensehen funktionieren mittels additiven Farbverfahrens. Die additive Farbmischung ist neben der subtraktiven Farbmischung und den autonomen Farben eines der drei Grundprinzipien der Farbfotografie und des Farbfilms. Siehe auch Autochrom.

Agfa

Die Abkürzung Agfa steht für Actien-Gesellschaft für Anilin-Fabrication. Agfa wurde 1873 aus dem Zusammenschluss der Gesellschaft für Anilinfabrikation GmbH (1867) und der Chemischen Fabrik in Berlin (1850) gegründet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Unternehmen Vorbereiter der Farbfotografie für die Kleinbildkamera und den Kinofilm. 1964 ging Agfa eine Vereinigung mit dem belgischen Fotounternehmen Gevaert Photo-Producten N.V., das 1894 in Antwerpen gegründet wurde, ein. Heute stellt das Unternehmen Agfa Gevaert neben analogen und digitalen Bildsystemen auch Informatik-Systeme für das Gesundheitswesen her.

Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine genau Reihe von Anweisungen, die nach festgelegten Regeln bestimmte Aufgaben Schritt für Schritt ausführt. Er definiert die Schritte, nach denen ein Computerprogramm oder eine Software Aufgaben ausführt. Algorithmen bestimmen auch über die Sichtbarkeit im Netz: Wenn zum Beispiel nach einem Computerspiel im Internet gesucht wird, dann wird die Rangfolge der angezeigten Webseiten von einem Algorithmus vorgegeben.

Analogfotografie

Bezeichnung für die Technik des Fotografierens, bei der, im Gegensatz zur Digitalfotografie, mittels fotochemischer Reaktionen Bilder aufgezeichnet werden. Im Unterschied zur Digitalfotografie wird in der analogen Fotografie ein materieller Träger benötigt, der mit einer lichtempfindlichen Schicht versehen ist. Meist gründet diese Schicht auf einer Silberhalogenid-Emulsion und das Bild entsteht, indem die winzigen Silberpartikel (Körner) entsprechend der Lichteinwirkung geschwärzt werden. Um den Prozess des Schwärzens der Silberkörner zu beschleunigen, wird im Fotolabor eine chemische Lösung (Entwickler) eingesetzt. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff ‹analog› auf eine traditionelle Form, die heutzutage ein digitales oder computererzeugtes Gegenstück hat.

Applikation

Ein Computerprogramm, das auf einem Gerät (vor allem auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets) bereits installiert ist oder zusätzlich heruntergeladen werden kann. Apps ermöglichen spezifische Anwendungen und umfassen Computerspiele, Bildbearbeitungsprogramme, E-mailprogramme, usw.

Auskopierverfahren

Ein Negativ wird auf ein lichtempfindliches Papier gelegt und in einen Kopierrahmen eingeklemmt. Dieser wird dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt, woraufhin sich ein positives Bild auf dem leeren Blatt einschreibt und eine Kontaktkopie entsteht. Bis zur Einführung des Silbergelatinedrucks in den 1880er-Jahren wurden im 19. Jahrhundert Abzüge des Negativs fast ausschliesslich mittels Auskopierverfahren (engl. printing-out process) hergestellt.

Auslöser

Ein Auslöser ist die Taste auf der Kamera, die in der Regel oben rechts liegt und den Befehl auslöst, das Bild aufzunehmen. Dabei wird der Verschluss der Kamera geöffnet, sodass das Licht auf den digitalen Bildsensor oder auf den analogen Film einwirken kann.

Autonome Farben

Seit der Markteinführung der Fotografie 1839 wurden zahlreiche Experimente durchgeführt, um fotochemisch entstandene Bilder in Farbe zu erhalten. Dabei standen zunächst aufgetragene Farben im Vordergrund, die dem Schwarz-Weiss-Bild im Nachhinein Farbe verliehen. Diese autonomen (selbständigen) Farben kamen insbesondere in der Fotografie des 19. Jahrhunderts zum Einsatz und sind in experimenteller Form aber bis heute zu finden. Autonome Farben unterscheiden sich von den mimetischen (farbnachahmenden) Verfahren, die auf den Prinzipien der additiven Farbmischung und subtraktiven Farbmischung beruhen.

Belichtung

Belichtung ist die Einwirkung von Licht auf einen lichtempfindlichen Träger, wie etwa Papier, Film, Glas- oder Metallplatten. Diese Materialien werden mit einer Silberemulsion auf Licht empfindlich gemacht.

Belichtungssteuerung

Damit ein Bild korrekt belichtet wird, müssen Belichtungszeit, Blende sowie Empfindlichkeit des Films oder des digitalen Sensors richtig aufeinander abgestimmt werden. Stellt man eine Kamera auf Programmautomatik, so wählt die Kamera automatisch eine entsprechende Kombination aus Belichtungszeit und Blende. Arbeitet man manuell, also von Hand, so können die Belichtungszeit und die Blende auch bewusst als gestalterische Elemente eingesetzt werden. Lange Belichtungszeiten z. B. führen zu Bewegungsunschärfe oder die Wahl einer grossen Blendenzahl zu viel Tiefenschärfe.

Belichtungszeit

Legt fest, wie lange das Licht auf einen lichtempfindlichen Bildträger (z. B. Papier, flexibler Film, Metallplatte usw.) einwirken kann.

Bildauflösung

In der Fotografie bezieht sich die Auflösung auf die Art und Weise, wie detailliert ein Bild wiedergeben oder gedruckt ist. In der Analogfotografie wird die Auflösung über die feine oder grobe Körnung der Fotoemulsion definiert. Lichtempfindlichere Filme (mit höherer ASA-Zahl, d. h. Filmempfindlichkeit) sind in der Regel grobkörniger. Aus diesem Grund sind Nachtaufnahmen in der analogen Fotografie oft sehr körnig. In der Digitalfotografie ist die Anzahl der Pixel (Bildpunkte) innerhalb einer kleinen Fläche (gemessen in dpi = dots per inch, Bildpunkte pro Zoll) ausschlaggebend. Je mehr Pixel sich in einem Zoll (entspricht 2,54 cm) befinden, desto höher ist die Auflösung des Bildes.

Bildebene

Fläche im Kameragehäuse, auf der sich das Bild abbildet. In der analogen Fotografie befindet sich der zu belichtende Film auf dieser Ebene, in der Digitalfotografie ist es der Sensor. Durch die Fokussierung des Objektivs wird das Bild genau auf die Bildebene scharf gestellt.

Binärcode

Bezeichnet ein Zählsystem, das nur aus den Zahlen 0 und 1 besteht. Das Wort ‹binär› bedeutet zweiteilig. Mit dem Binärcode kann eine Anordnung von zweiteiligen Zahlen (auf Englisch binary digits, abgekürzt ‹Bits›) bestimmt werden, die als Ergebnis einen Befehl oder ein Muster haben. Die Funktionsweise von Computern basiert auf dem Binärcode.

Blende

Die Öffnung des Kameraobjektivs wird Blende genannt. Sie bestimmt, wie viel Licht auf den Film oder auf den Sensor einwirken darf.

Brennweite

Der Abstand in Millimeter zwischen der Linse eines Objektivs und dem Brennpunkt (Fokus). Der Brennpunkt ist der Punkt, wo die Lichtstrahlen durch die Linse zu einem Punkt gesammelt werden. Die Brennweite eines Objektivs gibt Aufschluss über den aufgenommenen Bildwinkel. Teleobjektive haben eine hohe Brennweitenzahl, weitwinklige Objektive eine niedrigere.

Carte de Visite

Bezeichnet ein Fotoformat mit einer Grösse von circa 9 x 6 cm. Diese Fotografie – meistens ein Albumindruck – wurde auf einen leicht grösseren Karton mit einem Umfang von 10,2 x 6,3 cm geklebt. Ihr Erfinder war der französische Fotograf André Adolphe-Eugène Disdéri (1819–1889), der 1854 herausfand, dass man auf einer grossen Negativplatte sechs bis acht kleine Porträts anordnen konnte. Damit konnte er Material sparen und dafür einen grösseren Gewinn erzielen. Die kleinen Porträts wurden gesammelt und in speziell angefertigten Alben eingesteckt. Die Carte de Visite gilt heute als das ‹Panini-Bild› des 19. Jahrhunderts, da sie wie dieses rege ausgetauscht und verbreitet wurde.

Clickbait

Englische Bezeichnung für ‹Klickköder› und bezieht sich auf ein Internetphänomen. Ziel von Clickbait ist es, die Aufmerksamkeit der User_innen durch eine sensationelle Schlagzeile zu ködern und sie durch geweckte Neugierde dazu zu bringen, auf den Link zu klicken. Meistens sind dessen Inhalte nicht aussagestark oder von geringem Wert.

Diapositivfilm

Ein Diapositiv, Diafilm oder kurz Dia genannt, ist ein kleines, durchscheinendes Direktpositivbild (in Schwarz-Weiss oder Farbe). Bei der Verwendung eines Diapositiv-Films wird im Unterschied zum Negativfilm direkt ein positives Bild erzeugt. Kleinbild-Diafilme wurden oft in Rahmen montiert und mittels eines Projektors präsentiert.

Digitalfotografie

Fotografie, die mit einer digitalen Technologie (Digitalkamera, Handykamera) entsteht. In der Digitalfotografie werden die Lichtstrahlen in digitale Signale umgewandelt. Das digitale Bild besteht aus Pixeln. Ein grosser Vorteil besteht zudem an den heute üblich verbauten Displays, die einem das aufgenommene Foto unmittelbar anzeigen, während man bei der Analogkamera – ausser bei der Sofortbildkamera – erst nach der Entwicklung sagen kann, ob es gelungen ist.

Diorama

Um 1820 von Louis Jacques Mandé Daguerre (1787–1851) erfunden, war das Diorama eine begehbare Schaubühne, die vorne und hinten bemalt war. Mit dem Einsatz von Licht auf Rück- und Vorderseite wurden abwechselnd Nacht- und Tageszeiten nachgeahmt. Im 19. Jahrhundert versetzte diese Bühnenwirkung ein sehr grosses Publikum in Staunen.

Direktpositivverfahren

Bei diesem analogen Verfahren wird direkt ein Positiv entwickelt. Da kein Negativ vorliegt, können keine Abzüge vom entstandenen Positiv gemacht werden. Die Aufnahmen können nur einmal hergestellt werden. Nur über Wiederfotografieren kann das Positiv kopiert werden. Zum Direktpositivverfahren zählen die Daguerreotypie, das Autochrom, die Ferrotypie sowie der Diafilm.

Drahtgittermodell

Ein Entwurf eines räumlichen Gegenstandes aus Drähten. In der Computergrafik bildet das Drahtgittermodell den Gegenstand nur durch Kanten und Linien nach und wird meist in einem nächsten Schritt mit einer Oberfläche überzogen.

Dunkelkammer

Ein vollständig abgedunkelter Raum, in dem für die Analogfotografie notwendigen chemischen Prozesse (Entwicklung, Fixierung der Bilder) ausgeführt werden. Da Fotomaterialien (Filme, Fotopapier, Metall, Glas) auf Licht empfindlich reagieren, müssen die Arbeiten im Dunklen ausgeführt werden bis das Bild fertig entwickelt und fixiert ist. Bei der Entwicklung von Schwarz-Weiss-Abzügen kann rotes Licht verwendet werden, weil die Silberhalogenide auf dieses nicht reagieren. Bei der Farbfotografie darf hingegen gar kein Licht vorhanden sein.

Durchlicht

Eine durchscheinende Fotografie, wie z. B. ein Autochrom oder Diafilm, wird gegen das Licht gehalten oder projiziert.

Emulsion

In der Analogfotografie wird als Emulsion eine lichtempfindliche Schicht auf einem Bildträger bezeichnet. Die Fotoemulsion enthält feine Silberhalogenide und wird in flüssigem Zustand auf den Träger (wie beispielsweise Platte, Papier oder Film) aufgetragen, worauf sie sich dann festigt.

Entwicklung

Wenn das Bild aufgenommen wurde, ist bei der Analogfotografie meistens ein latentes Bild auf dem Bildträger (Negativ oder Positiv) vorhanden, das aber mit dem Auge nicht sichtbar ist. Damit dieses zum Vorschein kommt, muss der fotochemische Prozess, das heisst das Schwärzen der Silberhalogenide, durch eine Entwicklerlösung in Gang gebracht werden.

Ernst Leitz GmbH

Deutsches Foto- und Optikunternehmen, das ursprünglich 1849 vom Optiker Carl Kellner (1826–1855) als Optisches Institut in Wetzlar gegründet wurde. 1869 wurde das Unternehmen vom damaligen Leiter Ernst Leitz (1834–1920) zu Ernst Leitz GmbH umbenannt. Zum grossen Erfolg verhalf 1924 Oskar Barnacks (1879–1936) Erfindung der Kleinbildkamera Leica I (kurz für Leitz Camera). Im Jahr 1986 kam es zur Spaltung des Unternehmens, woraus auch die Leica Camera AG entstand. Seit 2014 stellt Leica Camera AG auch Kameras für den Smartphone-Hersteller Huawei her.

Farbkuppler

Farblose Chemikalien, die sich während der Entwicklung zu bestimmten Farbstoffen verändern. Farbkuppler können im Film enthalten sein (Farbnegativ-Filme) oder werden während der Entwicklung hinzugefügt (Farbfilm Kodak, C-Print).

Film

Flexibler, durchsichtiger und lichtempfindlicher Bildträger auf Nitrat-, Acetat- oder Polyester-Basis für analoge Foto- oder Filmkameras. Für Fotoapparate gibt es Filme in verschiedenen Standardformaten: Als gerollte Filme im Kleinbild- (Filmbreite: 35 mm) und Mittelformat (Filmbreite: 60mm) sowie als Planfilm für Grossformatkameras (4 x 5 inch, 8 x 10 inch).

Firnis

Ein Bindemittel, das in Lösungsmittel verdünnt wurde. Firnis wird als Schutzschicht für Bildoberflächen, wie etwa Gemälde oder Fotografien, angewandt.

Fixieren

Nachdem in der Dunkelkammer das fotografische Bild (Positiv oder Negativ) entwickelt wurde, muss dieses in einem sogenannten Fixierbad langfristig haltbar gemacht werden. Das chemische Fixierbad wäscht nicht geschwärzte Silberhalogenide aus dem Träger heraus, sodass die Schicht danach nicht mehr länger lichtempfindlich ist.

Fokussieren

Fokussieren oder Schärfen kann man mit den meisten Kameras manuell oder automatisch. Beim Fokussieren wird der Brennpunkt so verändert, dass sich ein bestimmter Bildpunkt (bei einem Porträt z. B. die Augen) scharf auf der Bildebene abzeichnen kann.

Fujifilm

Japanisches Fotounternehmen, das 1934 gegründet wurde und bis heute analoge Filme und digitale Kameras herstellt. Seit 1981 ist Fujifilm im Bereich des Sofortbilds tätig und mit den Fujifilm Instax Kameras heute führend.

Gadget

Ein oft kleines, technisches Gerät mit einem praktischen oder spielerischen Nutzen. Ein Gadget wird häufig auch als Neuheit verstanden.

Hashtag

Englische Bezeichnung für das Rautezeichen. In den sozialen Medien wird das Hashtag (#) einem Wort oder Satz ohne Abstand direkt vorangesetzt. Indem das Hashtag verwendet wird, werden Themen oder Posts verzeichnet und geordnet, um sie gezielt auffindbar zu machen.

Holografie

Verfahren für das Aufzeichnen und die Wiedergabe von Hologrammen. Im Gegensatz zum 3D-Kino oder 3D-TV braucht es bei dieser Technologie keine 3D-Brille. Hologramme sind 3D-Projektionen von Gegenständen oder Menschen, die real aussehen und frei im Raum zu schweben scheinen.

Influencer_in

Person, die eine starke Präsenz und grosse Anhängerschaft (engl. followers) in den sozialen Netzwerken hat und dadurch in verschiedenen Bereichen eine grosse einflussreiche Reichweite hat. Influencer_innen werden ausserdem als Träger_innen von Werbekampagnen sowie zur Vermarktung von Produkten und Ideen von Firmen und Organisationen beauftragt.

Infrarotsensor

Ein Sensor, der die unsichtbaren Infrarotstrahlungen misst und erfasst. Die Wellenlänge der Infrarotstrahlungen befindet sich unterhalb der Wellenlänge des Rotlichts, weshalb sie für das menschliche Auge nicht fassbar ist. Infrarotsensoren werden beispielsweise bei automatischen Schiebetüren eingesetzt, um die Bewegung vor der Tür zu erfassen, sodass sich die Türen öffnen.

Instant Messaging

Wie im Namen schon versteckt, meint das Instant Messaging das schnelle Versenden kurzer Text- und Sprachnachrichten sowie von Bildern über Apps wie WhatsApp. Mittlerweile hat es die SMS und MMS weitestgehend abgelöst.

Integralfilm

Verwendeter Film in Sofortbildkameras. Der Film beinhaltet sämtliche Bestandteile zur Belichtung, Entwicklung und Fixierung des Fotos. Bei der Bildausgabe wird der Film zwischen zwei Rollen durchgepresst. Diese verteilen die Entwicklerchemikalien auf der belichteten Schicht. Das ausgeworfene Bild ist in einem weissen Rahmen eingesetzt.

Kabinettkarte

Der Begriff (engl. cabinet card) bezieht sich auf ein Format einer Fotografie von circa 15 x 10 cm. Die Fotografie – meistens als Albumindruck von der Kollodium-Nassplatte abgezogen – wird auf einem etwas grösseren Karton aufgezogen, auf dem in der Regel die Adresse des Fotostudios aufgedruckt ist. Die Kabinettkarte wurde um 1859 weltweit eingeführt und sollte direkten Anschluss auf den grossen Erfolg des kleineren Formats der Carte de Visite haben.

Kodak

Hersteller von Kameraausrüstungen und Filmmaterial, der ab 1888 für seine Rollfilme und den Werbeslogan «You press the button, we do the rest» («Sie drücken den Knopf, wir machen den Rest») bekannt wurde. Eastman Kodak Company, kurz Kodak, ging 1892 aus der Eastman Dry Plate Company (gegründet 1881) in Rochester, New York, hervor, die von dem Erfinder George Eastman (1854–1932) und dem Geschäftsmann Henry Alvah Strong (1838–1919) 1880 gegründet worden war. In den 1970er-Jahren war Kodak mit Fotokameras und Filmmaterialien führend. Da Kodak den Anschluss zum digitalen Wandel verpasste, musste die einst erfolgreiche Fotofirma 2012 ihre Zahlungsunfähigkeit melden.

Komplementärfarbe

Wenn zwei Farben, die sich grundlegend voneinander unterscheiden, miteinander gemischt werden, verlieren sie ihre Leuchtkraft, indem sie einen gräulichen Ton ergeben. Wenn diese zwei Farben nebeneinandergestellt werden, dann werden sie zu zwei starken Kontrasten. Die Bezeichnung ‹Komplementärfarbe› leitet sich vom Latein complementum ab und bedeutet ‹Ergänzung›.

Kontaktabzug

Ein lichtempfindliches Papier und ein Negativ werden in direktem Kontakt aufeinandergelegt. Das Papier wird belichtet und darauf erscheint die gleichgrosse Kopie vom Negativ mit umgekehrten Tonwerten (Positiv). Dafür werden Filmstreifen (Kleinbild, Mittelformat), aber auch Planfilme oder Glasplattennegative verwendet. Im 19. Jahrhundert war der Kontaktabzug das gängige Verfahren, um Positive herzustellen. Seit dem Rollfilm dient der Kontaktabzug dazu, zu sehen, was auf dem Film ist, um so von den Bildern eine Auswahl zu treffen.

Kontaktbogen

Ein Bogen mit aneinandergereihten Kontaktabzügen von Negativstreifen.

Konvex

Eine Fläche, die nach aussen gewölbt ist. Beispielsweise ist eine Brillenlinse konvex geformt.

Kopierrahmen

Ein Rahmen, in den ein lichtempfindliches Fotopapier zusammen mit einem Negativ (aus Glas oder Kunststoff), das nach oben ausgerichtet ist, fest eingesetzt wird. Der Rahmen wird direkt der Sonne ausgesetzt, sodass sich das Negativ auf das Papier seitenverkehrt kopiert. Es entsteht eine Kontaktkopie, deren Tonwerte in Bezug auf das Negativ umgekehrt wiedergegeben sind. Vor der Erfindung der Trockengelatine-Platte und dem Vergrösserungsapparat gab es im 19. Jahrhundert nur den Kopierrahmen, um die Negative in Positive umzuwandeln.

Kornrasterverfahren

Frühes fotografisches Verfahren der Farbfotografie, das mit additiver Farbmischung arbeitet. Das Kornrasterverfahren wurde für das Autochrom, Kodacolor und Agfacolor verwendet.

Körnung

Feinste Silberpartikel in der fotografischen Schicht, die sich bei der Belichtung und Entwicklung des Films schwärzen. Je nach Filmtyp und Filmempfindlichkeit sind die Partikel feinkörniger oder grobkörniger. Je stärker ein Bild vergrössert wird, umso deutlicher wird das Filmkorn sichtbar. Für die analoge Fotografie ist die Körnung ein typisches ästhetisches Merkmal.

Latentes Bild

Bei der Belichtung eines lichtempfindlichen Bildträgers (Negativ oder Positiv) reagieren die darin enthaltene Silberhalogenide. Auf dem Träger entsteht ein latentes, d. h. verborgenes Bild, das erst durch die chemische Einwirkung einer Entwicklerflüssigkeit sichtbar wird.

Licht

Licht ist der sichtbare Bereich der elektromagnetischen Wellen. Das Sonnenlicht ist ein weisses Licht, das sich aus einer Bandbreite verschiedener Farben zusammensetzt. Lichtwellen breiten sich im Raum geradlinig aus. Wenn Licht zum Beispiel auf einen nicht durchscheinenden Gegenstand trifft, dann wird ein Teil des Lichts absorbiert, d. h. aufgesogen, oder gebrochen und ein weiterer Teil reflektiert, d. h. zurückgestrahlt. Auf diese Weise nimmt das menschliche Auge Helligkeit und Farben wahr.

Lithografie

Lithografien sind Bilder, die mithilfe eines speziell vorbereiteten Steins gedruckt werden. 1798 vom Schauspieler Alois Senefelder (1771–1834) erfunden, wurde die Lithografie nicht nur in der Kunst benutzt. Da man mit einem Stein besonders viele Drucke anfertigen kann, stellte man im 19. Jahrhundert Zeitungen, Plakate oder Notenblätter aus Lithografien her.

Live

Die Zeit, die mit der realen Zeit übereinstimmt. Als erstes Echtzeit-Medium konnte das Fernsehen ab den 1950er-Jahren seine Inhalte direkt und ohne Zeitverzögerung aus den Orten des Geschehens übertragen. Interaktive Anwendungen wie beispielsweise Computerspiele funktionieren in Echtzeit.

Magnum

Internationale Agentur von Fotojournalist_innen, die 1947 gegründet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten Fotograf_innen, die für eine Zeitung oder Zeitschrift arbeiteten, ihre Rechte an ihren Aufnahmen beim Verlag abgeben. Magnum war die erste Agentur, die den Fotograf_innen die Rechte an ihren Bildern sowie künstlerische und verlegerische Freiheit liess.

Maschinelles Lernen

Ein Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Als Grundlage dienen grosse Datenmengen, die von einem Computer analysiert und ausgelegt werden können. Der Computer bekommt daraufhin verschiedene Aufgaben gestellt, damit er dazulernt und sich dadurch selbstständig weiterentwickeln kann.

Mattscheibe

Als Mattscheibe wird eine mattierte, halbdurchsichtige Scheibe bezeichnet, die sich an dem Ort der Kamera befindet, wo das Bild genauso abgebildet wird, wie es später auf dem belichteten Film zu sehen ist. Auf der Mattscheibe kann die Schärfe eingestellt oder überprüft werden.

Mehrfachbelichtung

Bezeichnung für mehrere Bilder in einem einzigen Foto, die durch mehrfache Belichtung eines Films oder einer Platte entstanden sind.

Messsucher

Eine Kamera mit einem Messsucher verfügt über einen einfachen Sucher und einen Messsucher, in dem ein beweglicher Spiegel eingebaut ist. Im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera wird der Blick nicht durch das Objektiv, sondern durch den Messsucher gelenkt. Wenn das Objektiv für die Entfernung oder Nähe gedreht wird, dreht sich automatisch der Spiegel im Messsucher mit. Dieser Sucher misst die Entfernung zwischen Motiv und Kamera.

Motiv

Gleichbedeutend mit Gegenstand oder Thema. Siehe auch Sujet.

Negativ

Ein Negativ ist ein Abbild der Wirklichkeit, bei dem jedoch alles umgekehrt dargestellt wird: Das Bild ist seitenverkehrt, steht auf dem Kopf und alles was in Wirklichkeit hell ist, wird dunkel dargestellt und alles was dunkel ist, ist auf dem Negativ hell. Ab einem Negativ ist es möglich, beliebig viele positive Abzüge herzustellen.

Objektiv

Auch Aufnahmeobjektiv genannt, bezeichnet es den zylinderförmigen Teil der Kamera, der mit einer optischen Linse ausgestattet ist. Durch das Objektiv fallen die Lichtstrahlen ein, werden gebrochen und auf den Film oder Sensor projiziert.

Optik

Der Bereich in der Physik, der sich mit den Eigenschaften und dem Wahrnehmen des sichtbaren Lichts beschäftigt. Meistens bezieht sich das Adjektiv ‹optisch› auf die Sehwahrnehmung.

Pixel

Ein Digitalbild besteht aus einem Raster, das unzählige Bildpunkte (Pixels) enthält. Ein Pixel stellt somit den kleinsten Baustein in einem digitalen Bild dar. Ein Megapixel besteht aus einer Million Pixel. Bei der digitalen Bildmanipulation kann jeder Pixel verändert werden.

Planfilm

Im Gegensatz zum Rollfilm, der für Kleinbild- und Mittelformatkameras verwendet wird, besteht der Planfilm aus einzelnen, planen Filmblättern, die in eine lichtdichte Kassette eingelegt werden. Auch die Sofortbildkamera verwendet den Planfilm.

Polaroid

Firma, die 1937 gegründet und wegen ihrer Erfindung des Sofortbilds bekannt wurde. Auch wenn Polaroid in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr erfolgreich war, war die Firma 2001 bankrott. Im 2008 kaufte das niederländische Unternehmen Impossible Project die Firma auf, die seit 2017 Polaroid Originals heisst und wieder Sofortbildkameras sowie Filmmaterialien herstellt.

Positiv

Ein Positiv ist eine Fotografie auf einem Diafilm, Papier, Glas oder Metall. Der Begriff Positiv wird in der Fotografie als Unterscheidung zum Negativ verwendet. Ein Abzug oder ein Dia ist z. B. ein Positiv. Im Unterschied zum Negativ erscheinen bei einem Positiv die Ton- und Farbwerte nicht umgekehrt und das Bild wird auch nicht seitenverkehrt dargestellt. Bei Direktpositivverfahren, wie etwa dem Diafilm, erhält man direkt ein Positiv. Gängig ist heute für die Bezeichnung der positiven Drucke auch der englische Begriff ‹Print›.

Post-

Die Vorsilbe stammt vom lateinischen Wort ‹post›, das im Deutschen mit ‹nach› übersetzt wird und ein Ereignis kennzeichnet, das zeitlich später eingetreten ist. Oft beschreibt man damit einen theoretischen Begriff, der anzeigt, dass sich etwas unterdessen derart verbreitet hat, dass es zur Gewohnheit geworden ist. Beispiele: Postinternet, Postfotografie, Postkapitalismus.

Primärfarben

Bezeichnung für die grundlegenden Farben Rot, Gelb und Blau. Durch die Mischung ergeben sie andere Farben, sogenannte Mischfarben. Beispielsweise entsteht Orange aus der Mischung von Rot und Gelb.

Reprofotografie

Wenn zweidimensionale Bilder fotografisch vervielfältigt oder reproduziert werden, so spricht man von Reprografie oder Reprofotografie. Bei der Reprofotografie ist wichtig, dass das Bild möglichst gleichmässig ausgeleuchtet wird, ohne dass Lichtreflexe auf dem Bild zu sehen sind. Zudem muss die Kamera genau parallel auf das Bild gerichtet werden, damit dieses ohne perspektivische Verzüge abfotografiert werden kann.

Schärfenabriss

Bezeichnet den Verlauf zwischen scharf abgebildeten Bereichen einer Fotografie hin zu unscharf abgebildeten Bildbereichen. Je nachdem mit welcher Blendenöffnung fotografiert wird, verläuft der Schärfenabriss über einen längeren oder einen kürzeren Abstand. Wenn Fotografien aber übers ganze Bild hinweg scharf sind, weisen sie keinen Schärfenabriss auf.

Schärfentiefe

Bezeichnet die Tiefe des scharfen Bereichs einer Aufnahme. Die Blende steuert die Schärfentiefe. Je kleiner die Blende (grosse Blendenzahl) ist, desto grösser ist die Schärfentiefe.

Sensibilisierung

Einen Fototräger (z. B. Papier, Metall, Film) auf die Einwirkung von Licht empfindlich (sensibel) machen.

Sensor

Hauptbestandteil in der Digitalfotografie. Das Licht, das durch das Objektiv eintrifft, wird vom Sensor in elektrische Informationen übersetzt und weitergeleitet.

Software

Bezeichnet alle Programme auf dem Computer. Die Software regelt und gibt dem Computer Befehle. Weist eine Software einen Fehler auf, einen sogenannten ‹Bug› (engl. für Bakterie oder Virus), können beispielsweise Verzerrungen im Bild daraus entstehen (Glitches). Im Gegensatz dazu bezeichnet die Hardware alle Bestandteile eines Computers, die man anfassen kann.

Soziale Medien

Digitale Plattformen, die es User_innen ermöglichen, untereinander über das Internet in Kontakt zu treten. Zu den Social-Media-Plattformen zählen etwa Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, Twitter und YouTube. Diese Plattformen unterscheiden sich zwar von ihrer Funktionsweise, aber ihnen gemeinsam ist das sogenannte ‹user generated content›, d. h. dass alle, die auf der Plattform sind, ihre eigenen Inhalte (Bilder, Texte, Videos usw.) erstellen und verteilen können.

Speichermedium

Speicherung von digitalen Daten auf einem Medium (USB-Stick, externe Festplatte, DVD, CD).

Stereoskopische Halbbilder

Stereoskopische Halbbilder sind zwei fast gleiche fotografische oder gemalte Bilder, die auf einer rechteckigen Unterlage nebeneinandergesetzt werden. Die Bilder zeigen die gleiche Szene, die allerdings aus einem leicht versetzten Blickwinkel fotografiert oder gemalt wurde. Dieser Blickwinkel ahmt die Stellung des menschlichen Augenpaars nach. Stereobilder betrachtet man durch einen brillenartigen Apparat, das sogenannte Stereoskop. Das menschliche Auge führt dabei beide Halbbilder zu einem einzigen, räumlich wirkenden Bild zusammen.

Studiofotograf_innen

Seit dem 19. Jahrhundert haben Fotograf_innen gewerbliche Fotostudios. Damals auch als Fotoatelier bezeichnet, befanden sich diese meistens im oberen Geschoss eines Gebäudes und verfügten über eine grosse Fensterfront, sodass mit Tageslicht gearbeitet werden konnte. Seitdem in den Fotostudios mit Kunst- oder Blitzlicht gearbeitet wird, ist dies nicht mehr so wichtig.

Subtraktives Verfahren

Im Gegensatz zur additiven Farbmischung werden hierbei durch übereinanderliegende Filter in Blaugrün (Cyan), Purpurrot (Magenta) und Gelb (Yellow), bestimmte Lichtanteile herausgefiltert – d. h. subtrahiert – und dadurch Farbe und Helligkeit verändert. Die Kurzbezeichnung CMY setzt sich von den Anfangsbuchstaben der drei Farben zusammen. Durch die Überlagerung des gelben und purpurfarbenen Filters ergibt sich Rot, der blaugrüne und gelbe Filter stellen Grün her und bei Überschneidung des blaugrünen und purpurfarbenen Filters entsteht Blau. Wenn alle Farben in der Emulsion dicht eingelagert sind, entsteht Schwarz (in technischer Sprache ‹Key›). Siehe Kodachrome und Agfacolor Neu. CMYK ist aber auch ein digitaler Farbraum, den man zum Drucken und in der Druckvorstufe braucht.

Sucher

Vorrichtung der Fotokamera, die wie ein kleines Fenster aussieht und für das Hindurchschauen bestimmt ist. Der Sucher dient der Bildsuche und zeigt das, was nachher auf dem analogen oder digitalen Bild zu sehen ist.

Sujet

Bezeichnung für eine Person, einen Gegenstand oder ein Thema. Siehe auch Motiv.

Transportrolle

Mechanische Rolle in einer analogen Kamera, die einen neu eingesetzten Film aufrollt und beim ersten Bild stoppt. Durch diesen Mechanismus wird nach jeder Aufnahme automatisch die nächste freie Stelle auf dem Negativ gefunden.

Tumblr

Eine 2007 gegründete Webseite, mit der User_innen Texte, Bilder, Zitate, Online-Chats, Links und Video- sowie Audiodateien online zusammenstellen und veröffentlichen können. Anders als der sonst gewöhnliche Blog, der sich meistens aus Text- und Bildbeiträgen zusammensetzt, werden auf tumblr vorrangig Bilder gezeigt.

Überbelichtung

Bezeichnung für ein zu lange belichtetes Bild. Ein überbelichtetes Bild ist zu hell.

Umkopieren

Verfahren, um eine oder mehrere Kontaktkopien von einem Negativ oder Positiv zu erstellen. Im Falle eines Diafilms wird als Zwischenschritt ein Zwischennegativ, ein sogenanntes Internegativ, erstellt, um dann eine Positivkopie zu erhalten. Das Umkopieren dient dazu, die Kontraste zu ändern oder besonders bei Farbdiafilmen, störende Farbstiche zu korrigieren.

Unterbelichtung

Als unterbelichtetes Bild bezeichnet man eine Aufnahme, die zu kurz belichtet wurde. Die Qualität des Bildes ist sehr niedrig, da das Bild sehr dunkel ist.

User_in

Benutzer_in eines technischen Geräts (Computer, Smartphones) oder einer App.

Vergrösserer

Ein Gerät, das für die Herstellung von (vergrösserten) Abzügen von Negativen oder früher auch Diapositiven dient. Ein Vergrösserer besteht aus einer Filmbühne, in die das zu vergrössernde Bild eingeführt wird, einer Lichtquelle und einem Objektiv. Das Negativ wird in die Filmbühne eingesetzt und dabei vergrössert auf einen Tisch projiziert. Je grösser der Abstand zwischen Filmbühne und Projektionsfläche, desto grösser wird das Bild auf der Unterlage abgebildet. Das vergrösserte Lichtbild wird schliesslich von einem lichtempfindlichen Träger – z. B. von einem Fotopapier – festgehalten.

Verschluss

Ein Bauteil an der Fotokamera, der sich für die Dauer der Belichtung öffnet und schliesst. Der Verschluss, im Englischen shutter genannt, regelt die Dauer der Belichtung bzw. Belichtungszeit.

Viral

Im übertragenen Sinne meint ‹viral›, das von ‹Virus› hergeleitet ist, ansteckend. Dabei bezieht sich das Adjektiv auf die weite und schnelle Verbreitung von Inhalten im Internet.

Virtuell

Bezeichnet Bilder, die im Computer erzeugt wurden, aber dennoch als wirklich empfunden werden.

Wanderfotograf_innen

Da es im 19. Jahrhundert besonders in ländlichen Regionen keine Fotostudios gab, wanderten Fotograf_innen mit ihren Kameras und tragbaren Dunkelkammern und boten ihre fotografischen Dienste vor Ort an.

Wässern

Zwischenschritt und letzter Schritt bei der analogen, chemischen Bildentwicklung. Beim Schlusswässern werden Chemikalienrückstände vom Träger (Film, Fotopapier, usw.) entfernt. Gründliches Wässern hat einen entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit von Fotografien.